Prophylaxe

Prophylaxe

Professionelle Intensivreinigung (PZR)

Ziel der Prophylaxe ist die Vorbeugung von Erkrankungen im Mund-Kiefer-Bereich, welche auch unerwünschte Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben können (erhöhtes Herz- und Hirninfarktrisiko, erschwerte Insulineinstellung bei Diabetikern, Risiko bei Schwangeren für untergewichtige Kinder bzw. Frühgeburten). Die meisten Schäden im Mundraum entstehen durch Zahnbeläge (Plaque), die Karies und Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) begünstigen. Besonders an schwer zugänglichen Stellen im Mund reicht die häusliche Zahnpflege häufig nicht aus; die professionelle Intensivreinigung der Zähne (PZR) ist dann eine unerlässliche Ergänzung. Bei der PZR werden harte und weiche Beläge (Zahnstein, Plaque und Zahnverfärbungen) mithilfe von Ultraschall, Handinstrumenten und Salz-Pulverstrahl-Gerät entfernt. Dies ermöglicht eine Intensivreinigung der Zähne, welche mit häuslichen Mundhygienemitteln nicht erreicht werden kann. Die anschließende Politur und Fluoridierung sorgen dafür, dass die Zähne nachhaltig geschützt bleiben. Bei Parodontitis-Risiko- und Implantat-Patienten rundet eine spezielle Desinfektion der Zahnfleischtaschen bzw. Implantate die Behandlung ab. Zusätzlich gegen wir individuelle Hygiene- und Ernährungstipps, welche unseren Patienten eine Optimierung der häuslichen Zahnpflege bzw. Essgewohnheiten ermöglichen. Das Resultat: Neben der medizinischen Vorsorgewirkung erfreuen sich unsere Patienten an sauberen und glatteren Zähnen. In einem weiteren Schritt können wir Ihre Zähne durch Bleaching (Zahnaufhellung) schonend aufhellen.

DIAGNOdent (Laserdiagnostik für Karies)

Die frühzeitige Erkennung kariöser Defekte bzw. deren Vorstufen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden lassen sich 40% der Initialkaries nicht eindeutig identifizieren. Mit dem Laser DIAGNOdent ist eine frühzeitige Erkennung von Karies, selbst in einer Vorstufe möglich, damit größere Schäden an den Zähnen vermieden werden können. Mit dem Laser werden Zahnoberflächen „beleuchtet“. Das Laserlicht dringt selbst in die kleinsten Räume vor, welche für eine zahnärztliche Sonde nicht erreichbar sind und reflektiert dort das Licht im Rahmen einer Fluoreszenzmessung. An einer Messskala wird dann das Ausmaß der Zahnschädigung akustisch und optisch wiedergegeben. Beginnende Hartsubstanzverluste und „Aufweichungen“ der Zahnhartsubstanz können mit Remineralisationsmaßnahmen repariert werden. Falls dies nicht mehr ausreicht, wird der Defekt mit einer kleinen substanzschonenden Füllung versorgt, bevor die Karies in Richtung Zahnnerv schädigend vordringen kann.

Diese Kariesdiagnostik ist Bestandteil unserer Kontroll- und Prophylaxebehandlung . Zusätzliche Kosten entstehen nicht.

Bestimmung des Parodontitis-Risikos mittels MMP-8 (MatrixMetalloproteinase)- Test

Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) und Periimplantits (Entzündung des Gewebes bei Zahnimplantaten) werden ausgelöst durch schädigende Bakterien, welche die Zahnfleischtaschen besiedeln. Zur Abwehr dieser unerwünschten Keime aktiviert der Körper sogenannte MMP-8-Enzyme. Diese können nachweislich den gesamten Körper schädigen. Studien sprechen von einem bis zu 7-fach erhöhten Erkrankungsrisiko für Herzinfarkte bzw. Frühgeburten. Ebenso resultiert weiterer Knochenabbau mit der Gefahr des Zahnverlustes. Die neue Biomarker-Diagnostik mittels MMP-8-Test orientiert sich an den MMP-8-Enzymen. Das moderne Testverfahren kann die begonnene Aktivität dieser Enzyme in den Zahnfleischtaschen messen und bietet somit die Möglichkeit, rechtzeitig eine entsprechende Therapie einzuleiten. Gerade bei Parodontitis-Risiko-Patienten ist solch ein Test in der Erhaltungsphase (nach Parodontitisbehandlung) sinnvoll, um einen weiteren Knochenabbau frühzeitig zu erkennen und diesem entgegenzuwirken.