Zahnfüllungen

Zahnfüllungen

Bei der Füllungstherapie wird zunächst die erkrankte Zahnsubstanz vollständig ausgeräumt. Je nach Lage und Größe der so entstandenen Kavität (Höhlung) kommen unterschiedliche Füllungstechniken und Füllungsmaterialien zur Anwendung. Wir verwenden folgende Materialien:

  1. Composite (composite, engl. = zusammengesetzt)

    Dabei handelt es sich nicht mehr um Kunststoff im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr um „High-Tech“- Verbundwerkstoffe: Der Hauptanteil – ungefähr 80% des Materials – besteht aus kleinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln, der Kunststoffanteil beträgt max. 20%. Bei den sogenannten Composite-Mehrschichtfüllungen („Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Technik“) wird das Composite-Material in plastischer (weicher) Form direkt im Zahn verarbeitet und Schicht um Schicht mit UV-Licht gehärtet. Damit wird eine Materialschrumpfung vermieden und der Füllungsrandschluss optimiert. Durch Nanofüllkörper und eine breite Farbpalette können damit hervorragende ästhetische Ergebnisse erzielt werden.

    Vorteile:

    • Zahnfarben und damit unauffällig
    • Gute Haltbarkeit (7-10 Jahre)
    • Verhältnismässig kostengünstige Versorgung
    • Für Front- und Seitenzähne geeignet
  2. Keramik

    Keramikmaterialien sind für viele Defekte im kaudrucktragenden Seitenzahnbereich geeignet. Diese Keramik-Inlays zeigen durch die perfekte Anpassung an die natürliche Zahnfarbe eine hervorragende natürliche Ästhetik. Sie werden mit Spezialkunststoffkleber im Zahn befestigt. Die Keramik-Inlay-Technik ist sehr aufwendig.

    Vorteile:

    • Stabilisierung des defekten Zahnes
    • Minimaler Verlust gesunder Zahnsubstanz
    • Hervorragende ästhetische Resultate durch optimale labortechnische Gestaltungsmöglichkeiten
    • Sehr gute Verträglichkeit der Keramik
    • Hohe Haltbarkeit (10-15 Jahre)
  3. Gold

    Sehr widerstandsfähig und gut verträglich sind Goldlegierungen. Goldguss-Inlays erfüllen höchste Ansprüche an Passgenauigkeit und Haltbarkeit, sind aber relativ aufwendig in der Herstellung. Auf Grund mangelnder Ästhtetik wurden sie in den letzten Jahren von den Keramikversorgungen verdrängt. Nur bei „extremen Knirschpatienten“ sind sie aufgrund der hohen Biegefestigkeit (Keramikfüllungen können brechen) zu empfehlen.

    Ein weiterer Werkstoff ist das viel diskutierte Amlagam:
    Amalgam weist ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis auf; wegen der nachgewiesenen gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen (Quecksilber als Zellgift) wird es bei uns nicht mehr verarbeitet.